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Kindergelderhöhung 2023: Alleinerziehende gehen leer aus!

 Recht & Finanzen
 

Ab dem neuen Jahr steigt das Kindergeld. Das ist sicherlich eine gute Nachricht für viele Familien, die darauf angewiesen sind, um ihre finanzielle Situation zu verbessern. Allerdings gibt es eine Gruppe von Eltern, die von dieser Erhöhung leider nicht profitieren wird: Alleinerziehende Frauen und Männer.

Was ändert sich konkret?

Ab Januar 2023 soll das Kindergeld um 250 Euro pro Kind erhöht werden. Dies könnte für viele Eltern eine willkommene Unterstützung in Zeiten der Inflation sein. Allerdings gibt es eine Gruppe von Alleinerziehenden, die von dieser Erhöhung nicht profitieren werden: jene, die einen Unterhaltsvorschuss erhalten. Stattdessen wird der Betrag des Unterhaltsvorschusses um die Höhe des zusätzlichen Kindergeldes gesenkt. Dies bedeutet, dass sie in ihrer finanziellen Situation sogar noch schlechter gestellt sind als zuvor. Es ist daher wichtig, dass die Entscheidungsträger dieses Problem erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um auch Alleinerziehenden die notwendige Unterstützung zu gewähren.

Dies ist besonders bedauerlich, da Alleinerziehende oft schon jetzt unter finanziellen Belastungen leiden. Sie haben die Verantwortung für ihre Kinder alleine zu tragen und müssen neben dem Haushalt auch einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, um ihre Familie zu ernähren. Durch das Fehlen eines zweiten Einkommens ist es für sie oft schwieriger, ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Kindergeld steigt – Alleinerziehende bleiben auf der Strecke!

Es ist daher unverständlich, warum Alleinerziehende von der Erhöhung des Kindergeldes ausgeschlossen werden. Sie benötigen genauso wie andere Eltern Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder und sollten daher die Möglichkeit haben, von der Erhöhung zu profitieren.

In einem Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) kritisierte Miriam Hoheisel, Geschäftsführerin des Bundesverbandes alleinerziehende Väter und Mütter, die Erhöhung des Kindergeldes. Sie sagte: "Das Kindergeld steigt um 31 Euro, der Unterhaltsvorschuss sinkt um die 31 Euro, weil das Kindergeld dort angerechnet wird. Das heißt, unterm Strich bleibt nichts hängen – ich habe ein Nullsummenspiel."

Es ist zu hoffen, dass die Entscheidungsträger dieses Problem erkennen und die notwendigen Schritte unternehmen, um Alleinerziehenden die gleichen Chancen zu ermöglichen wie anderen Familien. Nur so können wir sicherstellen, dass alle Eltern die Unterstützung erhalten, die sie für die Erziehung ihrer Kinder benötigen.

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