Zurück zur Ratgeber-Startseite

Durchbruch für die Betreuung von Trennungskindern?

 Recht & Finanzen   |     

In Deutschland wird im Bereich Kinderbetreuung nach einer Trennung in den meisten Fällen das sogenannte Residenzmodell praktiziert. Bei dieser Regelung werden gemeinsame Kinder nach einer Trennung oder Scheidung von nur einem Elternteil – im Allgemeinen von der Mutter – betreut. Die andere Seite hat, sollten keine zwingenden Gründe dagegen sprechen, ein Umgangsrecht beziehungsweise eine Umgangspflicht. Deutsche Gerichte berufen sich also auf den tief verankerten Grundsatz, dass das Kind nur einen festen Wohnsitz hat und das andere Elternteil in verschiedenen Zeitabständen besucht.

Residenz- oder Wechselmodell?
Gegner des Residenzmodells führen in ihrer Argumentation an, dass solche Kontakte zu gering seien, um eine bestehende Bindung zu erhalten und der Mutter- oder Vater-Rolle gerecht zu werden. Weiter wird die dominante Machtposition des betreuenden Elternteils kritisiert, sogar von einem Dominanzmodell ist die Rede.  Seit einiger Zeit wird von dieser Art der Kindesbetreuung jedoch mehr und mehr Abstand genommen und regelmäßiger Umgang auch unter der Woche und in alltäglichen Situationen vereinbart.

Lerne Alleinerziehende und Menschen mit Familiensinn kennen

Bei moms-dads-kids liegt der Fokus darauf, eine vertrauenswürdige und unterstützende Gemeinschaft für Alleinerziehende und Menschen mit Familiensinn zu schaffen. Wir sind uns der besonderen Herausforderungen bewusst, die Alleinerziehende im Online-Dating-Bereich erleben, und haben deshalb eine Plattform entwickelt, die auf ihre Bedürfnisse eingeht.

Sicherheit und Vertraulichkeit...

Mehr über moms-dads-kids

Entscheidend ist das Wohl des Kindes
Nun könnte eine neue Zeitrechnung anbrechen: Der Bundesgerichtshof hat durch seine jüngste Entscheidung zum Thema Sorgerecht einen wichtigen Impuls gesetzt und das Residenzmodell in seine Schranken verwiesen. Denn ab sofort kann das Wechselmodell auch gegen den Willen des Ex-Partners durchgesetzt werden. In einem Urteil stärkte der Bundesgerichtshof (BGH) das sogenannte Wechselmodell und legte fest, dass ein Kind auch eine Woche beim Vater und eine Woche bei der Mutter im Wechsel verbringen kann. Grundvoraussetzung? Das Wohl des Kindes. 

Nach der Entscheidung des BGH kann das Wechselmodell auch von einem Familiengericht offiziell angeordnet werden. Ein Elternteil kann die Vereinbarung also auch gegen den Willen des Ex-Partners durchsetzen. Diese Vorgehensweise war bis dato umstritten.

Hier und hier findest Du weitere Informationen zum Thema.

Logo moms-dads-kids

Einfach anmelden
und kostenlos umsehen

Ich bin

Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Rechte als Verbraucher: Worauf Sie achten sollten

Als Verbraucher sind wir täglich mit einer Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen konfrontiert. Egal ob wir online einkaufen, ein Abonnement abschließen oder eine Reparatur in Auftrag geben – in jeder Transaktion haben wir bestimmte Rechte, die...

weiterlesen

Kreditmanagement für Ein-Eltern-Familien

Das Finanzmanagement kann für Ein-Eltern-Familien eine besondere Herausforderung darstellen. Mit nur einem Einkommen und der vollen Verantwortung für die finanziellen Bedürfnisse der Familie ist es entscheidend, ein effektives Kreditmanagement zu praktizieren....

weiterlesen

Versicherungsschutz für Alleinerziehende: Worauf man achten sollte

Als alleinerziehender Elternteil ist es besonders wichtig, einen angemessenen Versicherungsschutz zu haben, um sich selbst und die Kinder finanziell abzusichern. Die Wahl der richtigen Versicherungspolicen kann jedoch eine Herausforderung darstellen....

weiterlesen

Kostenmanagement bei Alleinerziehenden: Spartipps und Budgetplanung

Das Management der Haushaltskosten stellt für Alleinerziehende oft eine besondere Herausforderung dar. Mit nur einem Einkommen und der vollen Verantwortung für die finanziellen Bedürfnisse der Familie ist es wichtig, effektiv zu planen und zu sparen....

weiterlesen

Erbrecht und Vorsorge für Alleinerziehende

Für alleinerziehende Eltern ist es besonders wichtig, frühzeitig Vorkehrungen im Hinblick auf das Erbrecht und die eigene Vorsorge zu treffen. Dies stellt sicher, dass ihre Kinder im Falle eines unerwarteten Ereignisses geschützt und versorgt sind....

weiterlesen