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  Kindererziehung rund um den Globus
19. Mai  2017

Die Erziehung eines Kindes ist immer eine ganz besondere Herausforderung. Eltern geben gerade in den ersten Lebensjahre wichtige Impulse in allen Lebensbereichen und stellen so die Weichen für den späteren Werdegang ihres Kindes. Als alleinerziehender Vater oder alleinerziehende Mutter muss man sich der Mammutaufgabe ohne die Unterstützung des Partners stellen und fühlen sich häufig der Situation nicht gewachsen. Singles mit Kind sind dann auf Familie und Freunde angewiesen, die ihnen den Rücken stärken.

Tipps und Tricks für Alleinerziehende

Den ein oder anderen interessanten Tipp rund ums Thema Kindererziehung können sich alleinerziehende Singles aber auch bei Eltern auf allen Kontinenten abschauen. Denn je nach der Kultur wachsen Kinder unterschiedlich auf – egal, ob bei nur einem Elternteil, in einer Kleinfamilie, einer Patchwork-Familie oder in einer Großfamilie. Die aus Berlin stammende Journalisten Michaela Schonhöft hat im Rahmen ihrer Recherche für ihr Buch „Kindheiten. Wie kleine Menschen in anderen Ländern groß werden“ Interviews mit Eltern geführt, die weltweit versuchen, ihre Kinder bestmöglich zu erziehen.

„Eltern stellen schnell ein Programm für die Erziehung des Kindes auf und sind recht sensibel, wenn jemand das anders sieht. Dabei nimmt das Kind keinen Schaden, wenn es mal anders läuft – es tut ihm eher gut, zu sehen, dass nicht jeder gleich reagiert“, erklärt die Autorin. „Nicht die Form und Größe einer Familie entscheidet, ob es den Kindern gut oder schlecht geht, sondern die Nähe und Kommunikationsstrukturen. Für die Kinder ist es wichtig, ein Auffangnetz zu haben, zu wissen: Es ist immer jemand da, der für mich sorgt, der mich mag und der mich beschützt.“

Doch wie wachsen Kinder fernab der deutschen Grenzen auf und welche Erziehungstricks können sich Väter und Mütter mit Kind von internationalen Erziehungsexperten abschauen?

Frankreich: Stopfleber statt Hähnchennuggets
Sonderwünsche am Esstisch? Die treffen bei unseren französischen Nachbarn auf taube Ohren. Im Land der Haute Cuisine werden bei den Kleinsten keine Allüren im Bezug auf Lebensmittel toleriert. Es gilt das Motto: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt - Schimmelkäse oder Zwiebelsuppe müssen also brav verzehrt werden.

Vietnam: Windeln wechseln?
Über die riesige Auswahl unterschiedlichster Windelmodelle in deutschen Drogeriemärkten können vietnamesische Eltern nur den Kopf schütteln. Denn Babys in dem asiatischen Land sind oft schon vor ihrem ersten Geburtstag in der Lage, ihren Harndrang zu kontrollieren und brauchen deshalb keine Windel mehr. Das Geheimnis: Konditionierung per Pfiff. Spüren die Eltern, dass ihr Kind auf die Toilette muss, pfeifen sie. Innerhalb kürzester Zeit pinkelt das Kind nur noch, wenn das Pfeifsignal ertönt.

Norwegen: Kälter als kalt
Vor dem warmen Karmin entspannen und in Decken gehüllt in einem Buch schmökern? Das tun in norwegischen Gefilden nur die Erwachsenen. Babys und Kleinkinder werden warm eingepackt und schlafen auch bei Minusgraden an der frischen Luft.

Japan: Bus und Bahn für die Kleinsten
Die tägliche Fahrt zur Kita oder der Grundschule ist für viele Eltern und Alleinerziehende Alltag. Nicht so in Japan. Dort gelangen die Kinder zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ganz alleine ans Ziel und das bereits im Alter von vier Jahren.

Spanien: Sandmännchen macht Überstunden
Besonders streng geht es in vielen deutschen Familien beim Thema Schlafenszeit zu. Pünktlich auf die Minute müssen die Kleinen süß träumend in ihren Bettchen liegen. Unser spanischer Nachbar legt jedoch Wert auf gemeinsame Zeit zwischen Eltern und Kindern und nimmt es deshalb nicht ganz so genau. Auch unter der Woche bleiben die Kids häufig bis 22 Uhr auf.

 

 

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