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  So finden Eltern den richtigen Kindergarten
07. Juli  2017

1828 entstand in der ungarischen Stadt Buda unter dem Namen „Engelgarten“ die erste Kita weltweit. Gegründet wurde dieser von der Gräfin von Brunszvik. In Deutschland gründete Friedrich Wilhelm August Fröbel 1840 in Bad Blankenburg den ersten Kindergarten. Heutzutage ist das Konzept der Kidnertagesstätte aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken und erleichtert den Alltag unzähliger Familien und Alleinerziehender. Doch die Auswahl der passenden Einrichtung fällt nicht leicht, denn Anforderungen und Angebot sind häufig hoch und undurchsichtig.

Das richtige Kindergarten-Konzept für jedes Kind

Auch bei der Suche des geeigneten Kindergartens gilt wie so häufig das Motto: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Denn das pädagogische Angebot der Betreuungseinrichtungen wird aufgrund der großen Nachfrage immer vielfältiger. 90 Prozent aller Kinder zwischen drei und fünf Jahren besuchen in Deutschland eine Kita, unter den Fünfjährigen sind es inzwischen sogar 98 Prozent. Den Überblick zu behalten und für das eigene Kind die passende Einrichtung auszuwählen, ist da gar nicht so leicht.

Bewegungs-, Kunst- oder Musikkindergarten
Diese speziellen Angebote haben unterschiedliche Schwerpunkte und steuern bereits im Kindesalter in eine bestimmte Richtung. Im Bewegungs- oder Sportkindergarten werden besonders die motorischen Fähigkeiten geschult. Spielerisch werden Laufen, Springen, Klettern, Werfen und Koordination geübt. Ähnlich wollen Kunst- oder Musikkindergärten die entsprechenden Fähigkeiten des Kindes fördern und in den Kindergartenalltag einbauen.

Montessori
Inzwischen gibt es in Deutschland mehr als 600 Kindertagesstätten, die das Prinzip der Montessori-Pädagogik verfolgen. Nach dem Grundsatz "Hilf mir, es selbst zu tun" stehen die individuellen Bedürfnisse des Kindes im Mittelpunkt. Es soll bereits früh in seiner Unabhängigkeitsbestrebung unterstützt und respektiert werden. Die Erzieher sind dabei nicht aktive Führungspersonen, sondern helfende Begleiter. Denn laut Montessori entdecken die Kleinsten nur durch freies Handeln und ständiges Ausprobieren ihren eigenen Rhythmus.

Waldorf
In Deutschland gibt es aktuell etwa 550 Waldorfkindergärten, deren Träger häufig eingetragene Vereine, Elterninitiativen oder private Institutionen sind. Wichtig beim beliebten Waldorf-Konzept ist der regelmäßige Tagesablauf, der den Kindern Stabilität und Geborgenheit gibt. Eine grundlegende Annahme ist außerdem, dass Kinder lernen, indem sie andere nachahmen. Die Erzieher und Erzieherinnen spielen also eine enorm wichtige Rolle, denn sie sind Vorbilder, die soziale Verhaltensweisen, Werte oder den Umgang mit der Natur vorleben.

Elterninitiativen
Diese Initiativen gründen häufig Gruppen von Eltern, wenn sie einen Kindergarten mit gewissen Schwerpunkten haben möchten, den es so in der unmittelbaren Umgebung nicht gibt. Das kann beispielsweise ein Waldkindergarten sein, in dem die Kleinen ihren Kindergartenalltag fast komplett außerhalb von Gebäuden (das heißt in und mit der Natur) verbringen. Oder eine Einrichtung nach dem Freinet-Prinzip, bei dem es in erster Linie um die Selbstbestimmung der Kinder geht.

Was soll’s kosten?

Es gibt große Unterschiede zwischen den Kindergartensätzen. Teilweise gewähren Kitas Ermäßigungen für Geschwister oder Geringverdiener, die die finanzielle Situation besonders von alleinerziehenden Müttern oder Singles mit Kind erleichtern. Auch der Weg zur Kita sollte bedacht werden. Muss weit gefahren werden oder ist die Einrichtung zu Fuß erreichbar? Die Öffnungszeiten sind in Verbindung mit dem oben erwähnten Anfahrtsweg ein wichtiges Kriterium für berufstätigen Eltern bei der Wahl des richtigen Kindergartens.

Die von Wayfair erstellte interaktiven Deutschlandkarte „Was ist der Preis deiner Stadt?“ beleuchtet die Kostenlage in unterschiedlichen Städten in ganz Deutschland und erleichtert so den Vergleich der einzelnen Standorte. Auf der Karte wird anhand von 30 Städten dargestellt, wo es sich in Deutschland sowohl am teuersten als auch am günstigsten lebt. Betrachtet wurden dabei im Vorfeld unter anderem Faktoren wie Miete, Gehalt, Kita-Gebühren, Lebensmittel, Freizeit. Hier geht’s zur kompletten Studie.

 

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