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  Jeder Tag endet mit einem Kuss - Gedanken von "Sonnenauge"
04. November  2016

Nur?

„Uns gibt es nur zu zweit“, „Mich gibt es nur im Dreierpack“,… Bei vielen von uns ist dieser oder ein ähnlicher Satz auf dem Profil zu finden. Fast auch bei mir. Fast!

Mein Profil gleicht einem halben Roman, die Worte sprudelten in Vorfreude und Gespanntheit auf das, was oder vielmehr wer mich hier erwarten würde, nur so aus mir heraus, als ich mich angemeldet habe. Aber der Satz, dass es mich nur zu zweit gibt, ließ mich innehalten. Natürlich ist das de facto so – ich bin alleinerziehende Mama einer aufgeweckten Tochter im Kindergartenalter, mein Alltag glitzert, gleicht regelmäßig wahlweise einem Zirkus oder Schlachtfeld und oft genug stelle ich in einem Meeting fest, dass ich Marmelade an der Bluse habe.

Was also fühlt sich so falsch an bei diesem Satz?
Es ist gar nicht der ganze Satz, es ist ein einzelnes Wort: ‚nur‘. Müsste es nicht vielmehr heißen ‚sogar‘? Denn dieser glitzernde, klebrige Alltag ist noch weit mehr: er ist ein Ort, an dem herzlich gelacht wird, ein Raum auch für Erwachsene wieder hemmungslos zu toben, Unsinn zu machen, manchmal wie vor 20 Jahren in einer Märchen- oder Wild-West-Welt zu leben, ein Ort, an dem sich immer versöhnt wird nach einer Zankerei und ein Leben, in dem jeder Tag mit einem Kuss endet. Schau Dir Euren Alltag an – lässt Dich der Gedanke nicht auch lächeln?

Ich sage: „Herzlich willkommen in meinem Leben, mich gibt es sogar zu zweit.“
Du auch?

(Sonnenauge)

 

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